Persönliches

Warum Kunst

Das Malen, Dinge formen oder bauen ist bereits seit Jahrtausenden ein Bedürfnis der Menschheit. Was hat einen Menschen aus der Steinzeit bewogen, etwas auf eine Felswand zu zeichnen? Der Alltag war damals von einem anderen Kaliber als heute und trotzdem hatten unsere Vorfahren dieses Verlangen.


Philosophie

Kunst erwacht erst zum Leben durch die Interaktion zwischen dem Objekt und der Betrachterin / dem Betrachter. Kunst unter dem Gesichtspunkt der Kausalität zu interpretieren ist interessant. Wenn jemand ein Kunstwerk betrachtet, erzeugt diese Handlung – immer unter der Annahme des freien Willens - eine Beeinflussung der Ursache-Wirkungskette.

Berücksichtigt man noch die Chaostheorie, wo der Flügelschlag des Schmetterlings weit reichende Folgen hat, kann Kunst etwas bewirken.

Arbeit und Kunst

Glücklicherweise ist meine berufliche Tätigkeit von gestalterischen Aufgaben geprägt, die mich immer wieder auffordern etwas zu entwickeln und eine andere Sichtweise einzunehmen. Das Lösen von technischen Herausforderungen und der Kontakt zu Kunden inspirieren mich immer wieder von neuem.
Parallel kann ich beim Schaffen von Werken meine Ideen in die Wirklichkeit transportieren oder mit der Kamera einen winzigen Bruchteil von dem, was ich durch den Sucher gesehen habe, festhalten.

Kunst als Arbeit

Wie schon der von mir bewunderte Erfinder Thomas Edison gesagt hat: "Genius is one percent inspiration, ninety-nine percent perspiration."
Unverzichtbar hierbei ist der positive Wille seine Misserfolge als sinnvolle Zwischenschritte einzuordnen, was aber nicht immer einfach ist.

Erfolg

Geniale depressive Künstler gab es reichlich. Aber keine Sorge, der Absinth ist heutzutage nicht so stark, weshalb meine Ohren noch dran sind.

Auch ein paar eisgekühlte Daiquiri können mir nichts anhaben, da ich kein Jagdgewehr besitze.


Ich würde es als Erfolg sehen, wenn das was ich mache einen positiven Effekt hätte. Deshalb liegt mir das Projekt Dosen-Erde am Herzen. Es wäre ein Gewinn, wenn es zumindest zum Nachdenken anregt.

Was ich bewirken möchte

Meine Werke können mit der Betrachterin, dem Betrachter in eine Interaktion treten und eine Reaktion auslösen. Hoffentlich eine Positive.
Aber das ist wie mit einem Witz. Man kann nicht alle zum Lachen bringen. Ich versuch es trotzdem und freue mich über jeden Menschen, dem ich zumindest ein Schmunzeln entlocken kann.

       Es ist immerhin eine Person weniger, die weint!



Was bedeutet Kunst für mich

Hier meine persönliche Definition: »Wenn ein Künstler(in) etwas geschaffen hat, dann ist es Kunst, wenn das Werk zumindest einem gefällt. Und es wäre von Vorteil, wenn das nicht der Künstler(in) selbst ist.«
Jetzt bitte nicht den armen Schiffbrüchigen Robinson Crusoe, der alleine auf einer Insel gestrandet ist und Figuren geschnitzt hat, vor Augen haben. Für diesen Kollegen gibt es immer noch den Freitag!

Kurzbiografie

Rolf Berte, lebt und arbeitet in Hamburg. Abschluss eines Ingenieurstudiums mit anschließender Tätigkeit an Forschungsinstituten. Als leitender Mitarbeiter des Instituts für Explorative Datenanalyse (I.E.D) kann er sein technisches Wissen in interaktive Kunstobjekte einfließen lassen. Die Installationen mit Mikrocontrollern, Licht und Touch-Displays entstehen in seiner Werkstatt in der Nähe der dänischen Grenze. Bei seinen weltweiten Fotoreisen dokumentiert er Tiere, Landschaften und das urbane Leben. Seine Interessen sind Wissenschaft, Philosophie und Segeln.

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